Entnahme von Beckenknochen

Auch wenn menschlicher Knochen eine ausgeprägtes Potential zur Neubildung und Heilung hat, kommt es bei orthopädisch-unfallchiurgischen Operation immer wieder zu Situationen, bei denen ein Defekt mit Knochen überbrückt werden muss, der an anderer Stelle des Körpers entnommen wird. Verschiedene Stellen des Skelettsystems bieten sich zur Entnahme von Knochen an:

  • der Beckenkamm
  • der Schienbeinkopf
  • das Fersenbein.

Während vom Schienbeinkopf oder vom Fersenbein üblicherweise kleinere Mengen Knochen mit Hohstanzen entnommen werden , ist es im Bereich des Beckenkamms möglich auch größere Mengen Knochen zu entnehmen, ohne dass im Bereich der Entnahmestelle später Probleme zu erwarten sind. Knochen besteht in der Regel aus einer festen äußeren Wand, Kortikalis genannt, und einer Wabenartigen Struktur im Inneren, die als Spongiosa bezeichnet wird. Nach der Entnahme von Spongiosa aus dem inneren eines Knochen, bildet sich an der Entnahmestelle meistens Knochen neu, so dass nach einiger Zeit der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt ist. Wird dagegen eine kompletter Knochenblock entnommen bleibt meistens ein Defekt, auch wenn die Ränder der Entnahmestelle abheilen. Ein solcher Defekt ist z.B. im Bereich des Beckenkamms fast immer unproblematisch. Wesentlich dafür ist das das entnommene Stück in Vergleich zur Größe des Beckenkamm nur einen sehr geringen Anteil ausmacht. Das Hüftgelenk ist weit von der Entnahmestelle entfernt und wird durch Entnahme von Beckenknochen in keiner Weise beeinträchtigt. Der Hautschnitt kann so gestaltet werden, dass später eine „kosmetisch günstige“ Narbe entsteht.

Fazit

Die Entnahme und Eigentransplantation von Knochen ist eine häufig praktizierte Maßnahme im Rahmen einer orthopädisch-unfallchirurgischen Operation. Je nach Bedarf kann Knochen vom Fersenbein, Schienbeinkopf oder Beckenkamm entnommen werden. Wird spongiöser Knochen aus dem Inneren der Knochenstruktur entnommen, wächst der Knochen im Bereich der Entnahmestelle nach. Größere Knochenblöcke können und sollten vom Beckenkamm entnommen werden, da der dann entstehende Defekt funktionell unbedeutend ist. Hautschnitt im Rahmen der Entnahme können meist „kosmetisch ansprechend“ gestaltet werden.

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