Was ist eine Ermüdungsfraktur / ein Ermüdungsbruch?

Beim einem Ermügungsbruch handelt es sich um eine Haarriss des Knochens, der durch Überlastung entstanden ist. Im Gegensatz zu einem klassischen Knochenbruch kann der Patient nicht ein Unfallereigniss erinnern, als Folge dessen der Bruch / die Fraktur entstanden ist. Die Schädigung des Knochens kann bildlich im Vergleich mit einem Blumendraht verdeutlicht werden, der durch viele Bewegungen geringer Kraft endlich durchtrennt werden kann. Auch ein Knochen kann durch viele Übelastungen in rascher Folge, selbst wenn die einzelne Belastung nur geringen Ausmaßes ist und als isolierte Belastung den Knochen nicht schädigen würde.

Ursachen

Früher wurden Ermüdungsbrüch oft bei Armeerekruten beobachtet, die im Rahmen ihrer Grundausbildung „Gewaltmärsche“ absolvieren mussten.

Nicht immer kann ein Überlastungsereignis im nachhinein identifiziert werden. Viele Ermüdungsbrüch werden festgestellt, ohne dass sich die Patientin einen Unfall oder eine Überlastung erinnern können.

 Beschwerden und Diagnose

Ermdüngsbrüch verursachen oft heftige Schmerzen und eine deutliche Schwellung um den betroffenen Knochen. Leider handelt es sich in der Regel um dünne Haarrisse des Knochens, die auf Röntgenaufnahmen nicht sicher erkannt werden können. Meist kann die Diagnose im Verlauf anhand der typischen Heilungszeichen des Knochens (Kallusbildung) gestellt werden.

In Ausnahmefälle wird ein Kernspintomogramm angefertigt, auf dem die Reaktion des Knochens im Inneren erkannt werden kann.

Typisch Lokalisation

Prinzipiell können fast alle Knochen eine Ermüdungsfraktur entwickeln. Meistens sind aber der 2. oder 3. Mittelfußknochen betroffen, was auf die Anatomie und Belastung des Fußes zurückzuführen ist.

Behandlung

In den meisten Fällen ist keine besondere Behandlung erforderlich. Der Fuß sollte entsprechend der Schmerzen entlastet / vermindert belastet werden. Manchmal ist eine Einlage hilfreich, die den Fuß / den betroffenen Knochen weiter entlastet. Schmerzmedikamente werden nach Bedarf eingenommen.

Wesentliches Element der Behandlung ist es die Diagnose durch ein Röntgenbild im weiteren Verlauf zu sichern. Nach 4-6 Wochen kann man die typische Reaktion des Knochens erkennen. Oft sind die Beschwerden zu diesem Zeitpunkt bereits erheblich zurückgegangen.

Fazit

Bei einem Ermüdungsbruch kommt es zu einer Schädigung des Knochens durch wiederholte Belastungen geringen Ausmaßes. Meistens sind der 2. oder 3. Mittelfußknochen betroffen. Der Ermüdungsbruch äußert sich durch starke Schmerzen und eine Schwellung des Vorfußes. Röntgenbilder sind oft unauffällig und lassen die Heilung des Knochens erst nach einigen Wochen erkennen. Durch den Verlauf kann die Diagnose der Ermüdungsfraktur zuverlässig gestellt werden. Die Behandlung besteht im Wesentlichen in einer Reduktion der Belastung. Der Knochen heilt in den meisten Fälle von selbst.