Anatomie des unteren Sprungelenks

Das untere Sprunggelenk besteht aus 3 Teilgelenken, die sich immer gemeinsam miteinander bewegen:

  • Talonaviculargelenk = Gelenk zwischen Sprungbein und Kahnbein
  • Subtalargelenk = Gelenk zwischen Sprungbein und Fersenbein
  • Kalkaneokuboidgelenk = Gelenk zwischen Fersenbein und Würfelbein

Funktion des unteren Sprunggelenks

Auch wenn sämtliche Teilgelenke des unteren Sprunggelenks eine funktionelle Einheit miteinander bilden, ist das Bewegungsausmaß in den unterschiedlichen Teil-Gelenken durchaus unterschiedlich groß. An Leichenfüßen wurde der Bewegungsausschlag der einzelnen Gelenk gemessen. Auch die Auswirkung einer Ruhigstellung eines oder mehrer Teilgelenke auf die verbliebene Beweglichkeit der übrigen Gelenke wurde gemessen. Zahlreiche Untersuchungen kommen deshalb zu folgenden Schlussfolgerungen:

  • Das Talonaviculargelenk hat den größten Bewegungsausschlag
  • Eine Verblockung / Ruhigstellung / Versteifung des Talonaviculargelenks reduziert die Beweglichkeit in den übrigen beiden Gelenken erheblich.
  • Eine Verblockung / Ruhigstellung / Versteifung des Subtalargelenks und/ oder des Kalkaneokuboidgelenks hat nur mäßig Auswirkung auf das Talonaviculargelenk. D.h. es die Umwendbewegung des Fußes wird nur mäßig eingeschränkt.
  • Das Talonaviciulargelenk wird deshalb auch als Schlüsselgelenk des unteren Sprunggelenks bezeichnet.

Dies hat Bedeutung für eventuell durchzuführende Operationen des Fußes. Insbesondere für Arthrodesen im Bereich des Rückfußes.

Eine Arthrodese (=Versteifung) des Subtalargelenks oder des Kalakaneokuboidgelenks führt nur zu einer geringen funktionellen Beeinträchtigung des Fußes. Der Patient kann nach einer solchen

Arthrodese in aller Regel mit einem normalen Schuh laufen. Der Fuß wird auch für Sport belastungsfähig. Eine Beeinträchtigung des Gangbildes ist nicht zu erwarten.

Eine Arthrodese (=Versteifung) des Talonaviculargelenks, sei es als isolierte Arthrodese oder Teil einer komplexen Korrektur / Versteifung (z.B. Triple-Arthrodese) führt zu einer fast vollständigen Aufhebung der Umwendbeweglichkeit des Fußes. Solange das obere Sprunggelenk aber intakt bleibt, kommt es auch nach eine Triple-Arthrodese nicht zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des Gangbilds.

Erkrankungen des unteren Sprunggelenks

Fazit

Häufige Fragen

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