Metatarsalgie

Für den schnellen Leser – Auf einen Blick

Schmerzen unter dem zentralen Vorfuß werden als Metatarsalgie bezeichnet. Verschiedene Probleme könne zum klinischen Bild einer Metatarsalgie führen, weshalb vor einer Behandlung immer erst die Ursache ermittelt werden sollte. Eine operative Behandlung ist in Erwägung zu ziehen, wenn die konservativen Behandlungsoptionen ausgeschöpft sind.

Was versteht man unter einer Metartarsalgie?

Eine Metatarsalgie ist durch die Kombination eines Symptoms (Schmerzen) mit einer Lokalisation (unter dem zentralen Vorfuß) definiert.

Vereinfacht ausgedrückt: Hat ein Patient Schmerzen unter dem zentralen Vorfuß, wird das vom Arzt als Metatarsalgie bezeichnet.

Unterschiedliche Probleme können zu diesen Schmerzen unter dem zentralen Vorfuß führen.

Diagnostik

Zunächst sollte die Ursache als der Grund für die Metatarsalgie durch eine Untersuchung und ein Röntgenbild festgestellt werden. Eventuell ist auch eine Belastungsmessung des Fußes (Pedobarographie) sinnvoll.

Je nach Ursache kommen verschiedene konservative oder operative Behandlungsoptionen in Frage.

Häufige Ursachen sind:

  • Eine Überlastung des Fußes auf harten Böden bei geringer Dämpfung durch den Schuh.
  • Eine Fehlstellung eines Kleinzehengrundgelenks bei Hammerzehe o.ä.
  • Ein (Druck)-Schädigung eines Nerven unter dem Vorfuß (Morton-Neurom)
  • Eine Reizung eines Zehengrundgelenks im Rahmen einer Rheumaerkrankung.
  • Eine Dornwarze

Druchgetretener Spreizfuß mit Schwielenbildung unter dem zentralen Vorfuß

Konservative Therapie

Eine Entlastung des schmerzhaften Vorfußes kann durch eine Einlage und eine Schuhzurichtung erreicht werden. Die Einlage wird auf Rezept von einem Orthopädieschuhmacher oder einem Orthopädietechniker hergestellt.
Reicht eine Einlagenversorgung nicht kann im nächsten Schritt eine Schuhzurichtung in Form einer Schmetterlingsrolle angefertigt werden.

Operative Therapie

Bei anhaltenden Beschwerden trotz optimaler konservativer Behandlung ist, je nach Ursache für die Metatarsalgie, eine operative Korrektur möglich.

Häufige durchgeführt Verfahren sind:

  • Eine minimalinvasive Korrektur des Metatarsalen Alignments bei mechanischer Überlastung des zentralen Vorfußes
  • Eine Weil-Osteotomie bei Luxation (Verrenkung) eines Kleinzehengrundgelenks
  • Eine Operative Korrektur einer Hammer- oder Krallenzehe
  • Eine operative Resektion eines Morton-Neuroms.

Risiken und Komplikationen der genannten Verfahren sind immer in Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Ursache für die Metatarsalgie zu betrachten.

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